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Marcell Laudahn über den anhaltenden Yogatrend und Marketing im Yoga

August 14, 2019

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Marcell Laudahn, der Gründer des YOMA Yoga, ist bei mehreren internationalen Yogaverbänden als vollzertifiziertes Mitglied registriert und hat neben seiner Yogaausbildung in Thailand auch Thaimassage erlernt. Sein Studio in Bremen liegt zentral am „Ziegenmarkt“ auf der Kulturmeile und bietet Ashtanga Vinyasa Yoga und Inspya Power Yoga an. Wir haben ihn gefragt wie seine Studioentwicklung läuft, was er vom aktuellen Yogatrend hält und wie wichtig Marketing für ein Yoga Studio ist.


Seit wann gibt es dein Studio in Bremen und seit wann arbeitest du mit einer Yoga-Software?

Mein Studio gibt es seit 2006. Ich begann damals ganz ohne Software zu arbeiten, später war ich bei Yosy. Nach unserem Umzug wurden wir immer größer und wechselten zum Marktführer. Das hat nicht so gut geklappt, also haben wir uns entschieden zu euch zu gehen, das war letztes Jahr.


Wie zufrieden bist du mit deiner Studioentwicklung?

Zufrieden. Bremen ist mittlerweile gesättigt, es gibt recht viele Studios. Durch den Umzug kann ich noch nicht viel sagen, es entwickelt sich aber prinzipiell gut. Durch die neuen Räume gehen wir erstmal drei Schritte zurück, aber wir sind auf dem richtigen Weg.


Wie siehst du den derzeitigen Yogatrend?

Der wird weiterhin nach oben steigen. Die Leute merken, dass sie sich präventiv etwas Gutes tun müssen. Das Bewusstsein für Entspannung wächst, sie brauchen einen Ausgleich und suchen nach Entschleunigung. Yoga ist ein Gesamtkonzept, das optimal in die heutige Zeit passt. Du hast einen philosophischen und physischen Anteil dabei, aber auch Entspannung.

 

Wie wichtig findest du Marketing im Yoga?

Wichtig. Es ist schließlich ein Business! Ich glaube, es ist ein bewussterer Umgang, als in anderen Branchen. Denn bei denen geht es oftmals, wie in einem Haifischbecken zu. Natürlich muss ich Geld damit verdienen und Umsatz machen. Je größer der Markt, desto größer ist auch die Konkurrenz. Aber es ist eher ein Miteinander, als Gegeneinander. Jedoch denke ich auch, dass am Ende doch die Qualität siegt.

Was gibt dir das Gefühl das Yoga bestehen bleibt? ZumbaPilates und Co. sind ja auch sehr beliebt!

Yoga ist ganzheitlich. Auf der einen Seite ist der physische Anteil, der sehr fordernd sein kann und individuell angepasst wird. Zudem kommt auf der anderen Seite, der therapeutische Aspekt auf spiritueller Ebene, hinzu. Der Unterschied zwischen Pilates und Yoga ist für mich, als wenn du ein Glas Wasser mit dem Ozean vergleichst. Irgendwann ist der Informationsfluss bei Pilates zu Ende, weil es rein physisch arbeitet. Yoga hingegen arbeitet auch emotional und mental weiter, da gibt es viele weitere Möglichkeiten.

 

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Was machst du, um gegen neue Studios anzukommen?

Ich sehe das eher positiv, der Markt wächst und somit auch die Kunden. Es gibt sehr unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse. Meine Schüler, die ich ausbilde, versuche ich zu integrieren und ihnen eine Plattform zu bieten. Natürlich gibt es eine Verdrängung, aber ich versuche mein Studio über eine gewisse Qualität aufrechtzuerhalten.

Was hat deine eigene Person mit dem Erfolg zu tun?

Leider sehr viel, obwohl ich nie eine zentrale Rolle spielen wollte. Im Endeffekt ist es aber so, dass wenn ich viel im Studio bin, auch mehr los ist. Das ist ein bisschen schade. Aber Yoga ist sehr intim und da hat man klarerweise einen engen Bezug zur Lehrperson. Ich glaube der erste Eindruck für Neukunden sind das Studio und die Atmosphäre, denn das spricht einen als erstes an. Mit der Zeit rückt es aber in den Hintergrund und es wird mehr personenbezogen.

Wie war dein Werdegang?

Ich mache das seit ca. 20 Jahren, habe immer schon unterrichtet und war immer schon viel am Reisen. Dann wurde meine Tochter geboren. Im Jahr 2010 beschloss ich für mich, dass es an der Zeit ist erwachsen zu werden und habe den absoluten Wechsel gemacht. Zuvor habe ich unterrichtet oder in anderen Studios ausgeholfen, dann Vollzeit gearbeitet und schließlich ein eigenes Studio eröffnet.

WYOMA-Yoga-Studio.pngas sind die größten Challenges bei der Studioeröffnung?

Sich erstmal einfinden. Ich hatte aber das große Glück, bereits viele Schüler zu haben. Auch die Organisation und die Ungewissheit sind klare Anfangshürden. Klappt es oder klappt es nicht.

Würdest du dir von Anfang an eine Software nehmen?

Das würde ich erst ab einer gewissen Größe machen, davor kannst du noch mit Excel-Tabellen arbeiten. Am Anfang ist es einfach zu viel, auch vom Preis her. Deswegen glaube ich, dass es erst ab einer gewissen Größe Sinn macht oder zu Beginn vielleicht mit einer abgespeckten, kleinen Version arbeitet.


Überlegst du ein zweites Studio zu eröffnen und wenn ja, was wären Vorteile einer Expansion?

Ja das wird kommen. Es wird immer Einzelstudios und Ketten geben. Es hat beides seine Daseinsberechtigung, denn es gibt viele Leute, die es lieber klein und privat haben möchten. Aber ich glaube auch, dass Kooperationen wichtig sind. Der Vorteil einer Expansion ist, dass du deinen Namen und Qualität verbreiten kannst. Auch die Bürokratie kann zentralisiert werden und die Lehrer können sich so mehr auf das Unterrichten konzentrieren und haben mit dem Büroablauf nichts zu tun.

Wie willst du dein Studio trotz steigendem Wachstum persönlich halten?

Ich möchte immer den persönlichen Bezug zu meinen Schülern behalten. Es geht um die Präsenz und persönlichen Gespräche. Außerdem kommt es auch auf die Atmosphäre an. Bist du häufig präsent? Kann man mit dir Kaffee trinken? Auch ganz wichtig bezüglich Neukunden, meine Handynummer ist im Internet und ich bin immer zu erreichen. Es nervt zwar manchmal, aber ich finde es ganz wichtig, dass sie mich als Studioleitung persönlich kontaktieren können.

 

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Dieser Blogeintrag wurde im Mai 2017 von Olivia Klonfar verfasst und von Tina Jungwirth aktualisiert.

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Tina Jungwirth

Tina Jungwirth

Hi, ich bin Tina. Wenn ich nicht gerade Content verfasse, verbringe ich gerne Zeit am Tennisplatz oder gehe in der Natur laufen. Beim Sport kann ich am besten abschalten und mich gleichzeitig voll auspowern.

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