Mit diesen 8 Schritten wird dein Studio noch erfolgreicher

Learnings from successful studios

Als Studiobesitzer bist du meist nicht nur Experte für ein bestimmtes Fitnesstraining oder einem Gebiet der Yogalehre, zusätzlich solltest du auch noch knallharter Geschäftsmann oder knallharte Geschäftsfrau sein. 

Genau deshalb gibt es verschiedene Methoden, Werkzeuge und Menschen, die dir dabei helfen mit dieser Herausforderung umzugehen. Als Produkt Manager bei Eversports bin ich ständig in engem Kontakt mit Fitness-, Pilates- oder Yoga-Studios in ganz Europa. Lösungen für diese Studiobesitzer zu finden, ist genau das, was mich tagtäglich antreibt. Aufgrund dessen teile ich in diesem Ratgeber mit dir meine Erfahrungen, die ich über die letzten 7 Jahre gesammelt habe. Daraus sind 8 Tipps entstanden, die ich sehr ausführlich beschreiben werde. Solltest du nicht so viel Zeit haben, kannst du auch direkt zur Zusammenfassung gehen oder einer der Punkt direkt aufrufen:

Yoga Studio Lenok

1. Fang klein an

Bis heute habe ich über 150 Studios im Bereich Fitness, Sport und achtsamer Bewegung besucht. Der erste Eindruck beim Betreten der Einrichtungen war dabei immer der entscheidende für mich. Kurz gesagt, ich finde nicht die Größe eines Studios spielt eine Rolle, sondern vielmehr die Atmosphäre und die Emotionen, die beim Hineingehen erzeugt werden. Deshalb lege unbedingt Wert darauf, dass dein Studio über ein stimmiges Konzept verfügt genauso wie sich ein roter Faden erkennen lässt.

Bei den zahlreichen Gesprächen mit Studiobesitzern, wollte ich auch immer wissen, welchen Tipp sie Neugründern eines Studios mit auf den Weg geben würden. Folglich bekam ich in den meisten Fällen die gleiche Antwort: Starte dein Studio klein und einfach. Das gilt vor allem für die folgenden zwei Bereiche:

Halte deine Fixkosten gering

Je größer dein Studio, desto mehr musst du für Möbel, Dekoration und Instandhaltung einkalkulieren. Ein kleineres Studio hingegen bedeutet weniger Kosten für Miete und Einrichtung. Demzufolge hast du mehr Freiheit in deinem täglichen Leben, das nimmt dir außerdem ein wenig Last von den Schultern. Abgesehen davon bleibt dir am Ende auch mehr Zeit und Geld mit wenig Mitteln dein Studio entsprechend deinem Geschmack und deinem Projekt einzurichten.

Kleine Räume wirken schneller voll

Ein kleines Studio wirkt schneller voll und zudem gut besucht. Bereits bei zehn oder weniger Teilnehmern bekommt man bei einem kleinen Raum das Gefühl, dass er gut gefüllt ist. Volle Klassen sprechen sich herum und ziehen weitere Teilnehmer an. Gerade bei der Neugründung eines Studios ist Mundpropaganda die beste Werbung für dich und dein Studio und auf jeden Fall ganz kostenlos.

Yoga Studio Atmosphäre

2. Identifiziere die wichtigsten Bedürfnisse deiner Kunden

Deine Kunden sind der wichtigste Bestandteil deines Studios. Lerne sie kennen, während deiner Stunden oder bei einem Gespräch davor. So erhältst du wertvolle Informationen und kannst ihre Bedürfnisse besser verstehen und zuordnen. Konzentriere dich dann darauf den wichtigsten Bedürfnissen nachzukommen. Das heißt aber auch, dass du nicht alle Wünsche erfüllen kannst.

Doch Studiobetreiber neigen oft dazu, Kunden entgegenzukommen, um diese zufrieden zu stellen. Gerade beim Aufbau eines neuen Studios ist die Versuchung sehr groß, alles für seine Neukunden zu tun. Je nachdem kommt es dann schon einmal vor, dass Kunden mehrere Male an Kursen teilnehmen ohne die Einheit tatsächlich zu bezahlen oder erst viel später. Dieses Vorgehen wirkt zwar auf den ersten Blick sehr kundenfreundlich, jedoch kann es auch Probleme für dein Studio bewirken.

Verstehe den Wert deines Angebots

Dein Angebot ist seinen Preis wert. Schließlich hast du Expertise in dem was du tust und möglicherweise war es kein einfacher Weg bis hier her. Statt daran zu Zweifeln, sei dir im Klaren darüber und bleibe selbstbewusst für deine Klassen und Kurse Geld zu verlangen. Tust du das nicht, ist infolgedessen deinen Kunden vielleicht auch nicht klar, welchen Wert deine Stunden tatsächlich haben.

Mach keine Ausnahmen

Sobald du eine Ausnahme für einen Kunden machst, kann das ganz schnell dazu führen, dass weitere Kunden versuchen Ausnahmen herauszuschlagen. Möglicherweise versuchen sie Zahlungen hinauszögern oder zahle gar nicht. Um das zu vermeiden solltest du beispielsweise immer vor Beginn deiner Stunde das Geld von all deinen Teilnehmern einsammeln.

Sei ein gutes Vorbild

Mach dir immer bewusst, dass du als Studiobesitzer und Lehrer als Vorbild für deine Mitarbeiter und Teilnehmer dienst. Das heißt, machst du viele Ausnahmen oder bietest verschiedene Preise für unterschiedliche Kunden, bist du entsprechend ein schlechtes Vorbild für deine Mitarbeiter. Deine Mitarbeiter werden schnell merken, dass es in deinem Studio keine klaren Regeln gibt und werden deinem Beispiel folgen. Wenn du also mal eine Ausnahme machen musst, sei transparent, beziehungsweise erkläre deinen Mitarbeitern die genauen Gründe dafür.

Als Studiobesitzer und Lehrer bietest du deinen Teilnehmern eine hochwertige Leistung an, von der sie profitieren können. Deshalb stehe unbedingt zu dem Preis, den du für deine Stunden definiert hast. Bei erfolgreichen Studios konnte ich ganz deutlich erkennen, dass diesbezüglich klare Linien vorgegeben werden und Lehrer und Mitarbeiter diesen nachkommen. Auch deine Kunden werden deine Preise akzeptieren, wenn es eindeutige Vorgaben gibt.

Vorbild Funktion Studio Verwaltung

3. Wähle einfache Produkte für dein Studio

Erfolgreiche Studios schaffen es, ihr Preisangebot sehr präzise und verständlich zu kommunizieren. Klingt zunächst einfach, jedoch ist es wichtig, dabei einige Faktoren zu beachten. Viele potenzielle Kunden haben bei ihrer Suche nach einem passendem Studio eine eher kurze Aufmerksamkeitsspanne und sehen sich häufig mehrere Angebote gleichzeitig an. Du hast also nur wenig Zeit, ihr Interesse zu gewinnen. Deshalb solltest du darauf achten, deine Produkte und Preise einfach und klar zu definieren, damit Kunden diese ganz leicht verstehen können.

Gestalte eine verständliche Preisübersicht

Beim ersten Blick auf dein Angebot sollten deine Kunden schon einen guten Überblick über deine Produkte und Preise erhalten. Im Beispiel unterhalb lassen sich schnell drei Modelle erkennen: Schnupperstunden, reguläre Tickets und unlimitierte Teilnahme an Stunden. Mit dieser Übersicht können Kunden sofort erkennen, welche Produkte du in deinem Studio anbietest und welche verschiedenen Klassen und Mitgliedschaften es gibt. Auch Zusatzangebote, wie das Leihen einer Yogamatte, sind direkt auf den ersten Blick ersichtlich.

Preisübersicht Yoga Studio mit Software

Die folgenden Punkte helfen dir deine Preisgestaltung klar zu definieren:

Tipps zur Preisgestaltung:

Team Work Yoga Base

4. Konzentriere dich auf deine Stärken

Sei dir im Klaren darüber, in was du wirklich gut bist und versuche in diesem Bereich an einer Spezialisierung zu arbeiten. Beginne dann über ein Angebot nachzudenken, dass einzigartig ist und dich von der Konkurrenz abhebt.

Weil du als Studiobesitzer meist keine Zeit hast dich nur auf den Unterricht zu konzentrieren, solltest du dich ganz auf deine Stärken konzentrieren und für all die anderen Dinge, wie beispielsweise Stundenplanerstellung, Studiowartung oder Buchhaltung nach Unterstützung suchen. Das können Mitarbeiter, Freelancer oder auch eine Software sein, die dir in deiner täglichen Arbeit als Studiobesitzer unter die Arme greifen.

Stell dir ein gutes Team zusammen

Du musst nicht alle Klassen und Kurse in deinem Studio selbst unterrichten. Such dir passende Mitarbeiter und Trainer für dein Studio, um dein Angebot noch vielfältiger zu gestalten. Ein tolles Team aufzubauen dauernd seine Zeit, aber es bringt viele Vorteile mit sich, denn jedes Teammitglied hat andere Stärken, die er in die gemeinsame Arbeit einbringen kann. Mit all diesen Fähigkeiten zusammen, könnt ihr euer Projekt noch erfolgreicher machen.

Suche nach Experten

Du bist zwar Experte im Training und Unterricht, aber nicht in der Buchhaltung oder im Marketing? Kein Grund zur Sorge. Dafür gibt es genug Menschen da draußen, die über diese Expertise verfügen. Meist musst du gar nicht unbedingt Geld für externe Hilfe bezahlen. Vielleicht kennst du ja schon jemanden aus der Familie oder dem Freundeskreis, die dich unterstützen können? Frag einfach Mal herum, die meisten freuen sich ihr Wissen mit dir zu teilen.

Nutze Werkzeuge, die es schon gibt

Während dir Experten vor allem bei bestimmten Fragen oder Projekten helfen können, gibt es auch verschiedene Tools, die dir bei wiederkehrenden Aufgaben und Prozessen Arbeit abnehmen können. Je nachdem, wobei du Unterstützung benötigst, gibt es verschiedene Werkzeuge und Softwares, die du nutzen kannst. Erfahre hier mehr darüber, wie du die perfekte Software für dein Studio findest.

5. Definieren klare Regeln für Lehrer und Mitarbeiter

Sobald du in deinem Studio Lehrer und Mitarbeiter beschäftigst, ist es wichtig auch hier auf klare Kommunikation zu achten. Undurchsichtige Regelungen, ständige Änderungen oder eine ungleiche Verteilung von Löhnen, Rechten und Pflichten können sehr schnell zu Problemen und Missverständnissen führen. Um dein Team zu stärken, achte unbedingt darauf transparente Regeln festzulegen, wie zum Beispiel einen klaren Prozess für die monatliche Gehaltsabrechnung. Bei erfolgreichen Studios ist mir aufgefallen, dass alle Lehrer und Mitarbeiter immer genau über die Regelungen Bescheid wissen und genau einschätzen können, was erlaubt ist und was nicht. 

Um Studios in diesem Belangen zu unterstützen und ihre Prozesse übersichtlich zu halten, haben wir eine Software entwickelt, die Rollen und Aufgaben klar definiert und so dem Aufkommen von Missverständnissen entgegenkommt. Nach zahlreichen Gesprächen und Praxiserfahrungen erfolgreicher Studiobetreiber, haben wir drei Rollen für die Studioverwaltung festgelegt: Administrator, Mitarbeiter und Extern.

Uns ist bewusst, dass es Software Systeme für Studios gibt, die eine hochkomplexe Rechteverwaltung anbieten. MindBody bietet über 200 Rechte-Optionen an, die man pro Mitarbeiter individuell aktivieren oder deaktivieren kann. Aber wie sollst du dabei noch nachvollziehen können, welche Rechte du welchem Mitarbeiter gegeben hast? Selbst erfahrenen Software-Nutzern ist hier oftmals unklar, welche Auswirkungen gewisse Optionen haben können.

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